Anamnese

Kein Patient/in ohne Vorgeschichte

 

Bei der Anamnese handelt es sich um eine systematische Befragung des Patienten. Sie ist unverzichtbar, um die gesundheitliche Vorgeschichte, besondere Dispositionen (z.B. Allergien), die Lebensumstände, das genetische Risiko des Patienten und eventuell vorhanden aktuelle Beschwerden, zu erfassen.

 

Eine intensive und gewissenhafte Anamneseerhebung ist unabdingbar für alle weiterführenden analytischen und diagnostischen Maßnahmen und führt häufig bereits zu einer Verdachtsdiagnose.

 

Neben Fragen zu den allgemeinen Lebensumständen sowie dem sozialen Umfeld werden weitere wichtige Informationen zur gesundheitlichen Situation in verschiedenen Bereichen abgeklärt, wie z.B.:

 

  • Lebensgewohnheiten

 

Die Fragen nach den Lebensgewohnheiten zielen auf die Bereiche Essen, Trinken, Rauchen, Bewegung und sportliche Betätigung. Das sind die Bereiche, die von uns selbst am ehesten zu ändern sind und einen nicht unerheblichen Einfluss auf unsere langfristige Gesundheit haben.

 

  • Familienanamnese

 

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Krankheiten innerhalb von Familien gehäuft auftreten oder sogar vererbt werden. Falls in der eigenen Familie bereits jemand einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall hatte, ist das Risiko selbst einen Herzinfarkt zu erleiden 5-10 mal höher!

 

  • Besondere Dispositionen

 

Zu den besonderen Dispositionen zählen beispielsweise Allergien und Nahrungsmittel-unverträglichkeiten. Die daraus resultierenden Krankheitsbilder wie Heuschnupfen, Laktose-intoleranz oder Glutenunverträglichkeit nehmen in unserer heutigen Gesellschaft ständig zu.

 

Weitere Fragestellungen bezogen auf aktuelle Beschwerden, Medikamenteneinnahme etc. runden das anamnestische Bild ab.

 

Die so erhobenen systematischen Angaben werden in einem Anamnesebogen dokumentiert und stehen damit für weitere Behandlungen zur Verfügung